UTQG- Kennzeichnung Reifen (UTQG Grades)

Die UTQG Grades bei Reifen sind eine von der Verbraucher-Informationsbestimmungen in den USA vorgeschriebene Reifen Markierung.
UTQG = Uniform Tire Quality Grading (engl. = Einheitliche Reifenqualitäts-Einstufung)

Die UTQG Kennzeichnung enthält Angaben über:

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Rim Protector – Felgenschutzleiste – Felgenrippe

Der Rim Protector (Felgenschutzleiste bzw. Felgenrippe) in Form eines Gummi- streifens bzw. einer Gummileiste verläuft rund um den Reifen auf Seitenwand in Höhe der Reifenwulst.

Der Rim Protector steht leicht vom Reifen ab, so dass beim Berühren des Reifens z. B. mit einer Bordsteinkante oder einem anderen Hinderniss zuerst der Rim Protector schleift bzw. berührt und dadurch die Felge, insbesondere das Felgenhorn (Felgenhornschutz), schützt.

Optisch, bei schicken Alufelgen, macht ein Rim Protector eigentlich überhaupt gar nichts aus, wobei dass aber Geschmacksache bleibt.

Der Rim Protector schützt so nicht nur empfindliche Alufelgen und Räder sondern zugleich die i. d. R. sehr dünne Seitenwand des Reifens vor mechanischen Beschädigungen. Der Schutz erfolgt aber auch nur im Bereich des Möglichen. Wenn mit 60 km/h ein Einparkversuch an einer Bordsteinkante gestartet wird, genügt die Schutzfunktion wohl eher nicht. Zudem ist die durch den Reifenhersteller bedingte Stärke und die verwendete Rad- Reifenkombination entscheidend. Grundsätzlich betrachtet ist ein Rim Protector den eventuellen Mehrpreis des Reifens wert.

Rim Protectoren in Verbindung mit Stahlfelgen und (bestimmten) Radkappen

Problematisch kann es aber bei Stahlfelgen und bestimmten Radkappen werden. Wenn die Radkappe „übersteht“ und bis an den Reifen reicht, ist es möglich, dass sich die Radkappe auf dem Rim Protector abstützt und dadurch nicht richtig sitzt. Sollte sich die Radkappe dann bei hohen Geschwindigkeiten lösen, ist es möglich, dass sie dabei das Ventil abreißt. Wer nicht gerade mit Run Flat Reifen unterwegs ist könnte so echte Probleme bekommen. Es sollte genau geprüft werden, ob die Radkappe perfekt sitzt. Im Zweifelsfall sollte ein Fachmann kontaktiert werden.

Beschädigung des Rim Protectors

Hatte der Reifen Kontakt mit der Bordsteinkante können Teile des Rim Protectors ausbrechen oder herausreißen. Beschädigungen bei geringen Geschwindigkeiten sind i.d.R. unproblematisch. Es sollte genau darauf geachtet werden, ob die empfindliche Seitenwand Schaden genommen hat. Im Zweifelsfall ist es zu empfehlen, den Reifen von der Felge montieren zu lassen und von einem Fachmann untersuchen zu lassen. Bildet sich an der betroffenen Stelle eine Beule oder sonstige Verformung sollte der Reifen schnellstmöglich ausgetauscht werden, da eine Reifen- Reparatur nicht mehr möglich ist (Siehe auch Reifenschäden).

Bezeichnungen für den Rim Protector:

Keiner der Begriffe ist genormt. So kann jeder Reifenhersteller und somit jeder Reifenhändler „seine“ Technologie so nennen wie er möchte.

Abkürzungen für Rim Protector:

  • FSL = Felgenschutzleiste
  • MFS = Mit Felgenschutzleiste (Dunlop)
  • ML = Mit Leiste (Continental)
  • FR = Felgenrippe

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All Weather Reifen (Ganzjahresreifen – Allwetterreifen)

Ein All Weather-Reifen ist ein Ganzjahresreifen. Teilweise ist diese Beschriftung auf Ganzjahresreifen bzw. Allwetterreifen zu finden (All weather, eng. = Allwetter).

Ein All Weather Reifen ist ein bestimmter Reifentyp, bei dem versucht wird, die Eigenschafen von Sommerreifen und den  Winterreifen zu vereinen.

Zusätzlich zu den speziellen Sommerreifen und Winterreifen gibt es so genannte All Weather Reifen, auch als Ganzjahresreifen, Allwetterreifen oder All Season-Reifen bezeichnet. Bei Allweather Reifen wird von den Reifenherstellern versucht, eine ausgewogene Mischung der Eigenschaften von Sommerreifen und Winterreifen zu erreichen. All Weather Reifen haben neben der M&S- Kennzeichnung meist noch die Symbole Schneeflocke, Blatt, Sonne und Regentropfen, welche die verschiedenen Witterungsbedingungen symbolisieren sollen. Nur einige wenige Allweatherreifen dürfen das echte Schneeflockensymbol tragen.

All Weather Reifen stellen immer einen Kompromiss dar, leider. Eine perfekte Reifen-Mischung, der Alleskönner-Pneu, ist technisch nicht möglich. Für „Wenigfahrer“ aus flachen Regionen ist der All Weather Reifen durchaus eine mögliche Alternative. Es wird jedoch immer empfohlen, Sommerreifen und Winterreifen zu nutzen. Zu unser aller Sicherheit.

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Abrieb-Indikator Reifen (Tread Wear Indicator TWI)

Der Reifen-Abrieb-Indikator ist eine Verschleißanzeige für die Reifen-Profiltiefe.

Auf dem Profilgrund befinden sich Erhebungen. Nimmt das Profil bis zu einer bestimmten Tiefe ab, sind Abrieb-Indikator und Profil auf gleicher Höhe. Der Reifen ist spätestens jetzt verschlissen und sollte ausgetauscht werden. Wo sich die die Abrieb-Indikatoren am Reifen befinden, zeigen die Indikator-Symbole an der Reifenschulter. Das sind kleine Dreiecke, die Aufschrift TWI (Tred-Wear-Indicator) oder auch Symbole wie z.B. das „Michelin-Männchen“ Bibendum, das Logo von Michelin.

Leider haben nicht alle Abrieb-Indikatoren eine Höhe von 1,6 mm. Manche Indikatoren sind flacher. Um sicher zu gehen sollte die Profiltiefe lieber gemessen werden.

Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt 1,6mm. Sommerreifen sollten bei einer Profiltiefe von 3mm ausgetauscht werden, Winterreifen bei 4mm Tiefe. Je geringer die Profiltiefe, desto höher die Gefahr von Aquaplaning und der Verlängerung des Bremsweges.

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Tread Wear Indicator (TWI) Reifen

Der Tread-Wear-Indicator (TWI) ist der Reifen-Abrieb-Indikator, eine Reifen- Verschleißanzeige. (tread-wear-indicator, engl. = Profil-Verschleiß-Anzeiger)

Auf dem Profilgrund befinden sich Erhebungen. Nimmt das Profil bis zu einer bestimmten Tiefe ab, sind Tread-Wear-Indicator (TWI) und Profil auf gleicher Höhe. Der Reifen ist spätestens jetzt verschlissen und sollte ausgetauscht werden. Wo sich die die Tread-Wear-Indicators am Reifen befinden, zeigen die Indicator-Symbole an der Reifenschulter. Das sind kleine Dreiecke, die Aufschrift TWI oder auch Symbole wie z.B. das „Michelin-Männchen“ Bibendum, das Logo von Michelin.

Leider hat nicht jeder Tread-Wear-Indicator eine Höhe von 1,6 mm. Manche Indikatoren flacher. Um sicher zu gehen sollte die Profiltiefe lieber gemessen werden. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt 1,6mm. Sommerreifen sollten bei einer Profiltiefe von 3mm ausgetauscht werden, Winterreifen bei 4mm Tiefe. Je geringer die Profiltiefe, desto höher die Gefahr von Aquaplaning und der Verlängerung des Bremsweges.

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Beschädigungen Reifen – Reifenbeschädigung

Eine Reifen-Beschädigung kann durch verschiedenste Ursachen hervorgerufen werden:

Die einzelnen Arten von Reifen-Beschädigung und ihren Ursachen werden nun zum Teil erläutert:

Reifen-Beschädigung durch eine falsch eingestellte Achsgeometrie:

Sind Spur oder Sturz nicht korrekt eingestellt, kann das zu einseitigem Reifenverschleiß führen. Die Reifen sind dann z. B. nur innen oder außen abgenutzt. In einem solchen Fall sollte eine Achsvermessung sowie Einstellung erfolgen.

Reifen-Beschädigung durch Fremdkörper

Eingedrungene Fremdkörper (Nägel, Schrauben, Glas- oder Metallteile) können zu einem plötzlichen oder schleichenden Druckverlust führen. Zudem kann Feuchtigkeit in den Reifenaufbau eindringen und den Stahlkord-Gürtel rosten lassen. Der Reifen kann sich dadurch auflösen, es kann zur Profilablösung bzw. Gürtelablösung kommen. Fremdkörper im Reifen sind sehr gefährlich. Der Reifen sollte schnellstmöglich ausgetauscht werden.

Es wird aus Sicherheitsgründen empfohlen, Reifen nicht reparieren zu lassen. Jedoch kann eine Reparatur gerade bei neuwertigen Reifen eine günstige Alternative darstellen. Bei Reifen ab der Geschwindigkeitskategorie V (240 km/h) und bei Motorradreifen ist eine Reparatur unverantwortlich.

Hinweise, wenn der Reifen dennoch repariert werden soll:

  • Fremdkörper stecken lassen
  • Stelle kennzeichnen
  • Reserverad montieren
  • zur nächsten Fachwerkstatt oder einem Reifenfachhändler fahren

Ist der eingedrungene Fremdkörper auf der Lauffläche und nicht zu weit außen im Bereich der Reifenschulter, kann noch eine fachgerechte Reparatur erfolgen.

Reifen-Beschädigung durch Montagefehler

Der Reifen und die Felge können schon bei einer unsachgemäßen Montage irreparabel beschädigt werden. Reifenmontage ist etwas für den Fachmann.

Hinweise zur Vermeidung von Schäden durch Montagefehler:

  • nur geeignetes Werkzeug benutzen
  • stets Reifen-Montagepaste verwenden
  • stets ein neues Ventil einsetzen (unterliegt einer hohen Beanspruchung durch Fliehkraft, Druck, Staub und Feuchtigkeit)
  • das Rad ist nach jeder Reifenmontage gut zu wuchten
  • keine verformten oder verrosten Felgen verwenden, da der Reifen sonst nicht richtig abdichtet und weniger Kräfte übertragen kann

Reifen-Beschädigung durch Bordsteinkanten, Schlaglöcher oder ähnliche Hindernisse

Wird ein Reifen z. B. durch eine Bordsteinkante an der Seitenwand beschädigt (z. B. durch Abschürfungen) ist das sehr gefährlich. Die Seitenwand ist in der Regel sehr dünn. Der Reifen kann nicht mehr repariert werden und es sollte schnellstmöglich ein Austausch erfolgen. (siehe auch Felgenrippe bzw. Felgenschutzleiste)

Durch Anprallen an Bordsteinkanten, Steinen oder beim Durchfahren von großen Schlaglöchern können jedoch Schäden an der Karkasse entstehen, die zunächst nicht bemerkt werden und erst später sichtbar werden. Bordsteinkanten zu überfahren, sollte gemieden werden. Das ist jedoch nicht immer vermeidbar. Deshalb langsam und im großen (möglichst rechten) Winkel überfahren. Parken mit nur einem Teil der Lauffläche auf einer Bordsteinkante kann zu bleibenden Reifenschäden führen.

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Reifen-Beschädigung durch überhöhte Geschwindigkeit

Reifen sind nur bis zu einer bestimmten Geschwindigkeit hergestellt und zugelassen. Die Höchstgeschwindigkeit wird durch das Geschwindigkeitssymbol dargestellt.

Wird die zulässige Geschwindigkeit deutlich und für einen längeren Zeitraum überschritten, erwärmt sich der Reifen übermäßig. Das kann Brüche, Profilablösung bzw. Gürtelablösung nach sich ziehen und sogar zum Platzen des Reifens führen. Es wird empfohlen, die zulässige Geschwindigkeit nicht zu überschreiten.

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Latsch Reifen – Reifenlatsch (Aufstandsfläche)

Der Latsch ist die Reifenaufstandsfläche. Das ist der Bereich, mit dem der Reifen den Untergrund berührt.

Beim Fahren ist der Reifen-Latsch beim PKW nur etwa so groß wie eine Handfläche. Beim Motorrad ist sie noch keiner. Ist der Reifenluftdruck zu groß, wird die Aufstandsfläche kleiner. Dann nutzt der Reifen nur mittig ab und kann weniger Kräfte auf die Fahrbahn übertragen. Ist der Luftdruck zu gering, rollt der Reifen nur noch auf den äußeren Reifenschultern, nutzt nur außen ab, kann ebenso weniger Kräfte übertragen und sich außerdem erhitzen und im Extremfall platzen oder sich auflösen (Reifenschaden).

Je breiter der Reifen, desto grösser der Reifenlatsch. Je grösser der Latsch, desto mehr Kraft kann übertragen werden. Das ist insbesondere beim Bremsen und schneller Kurvenfahrt wichtig.
Durch breite Reifen und eine somit großen Reifen-Latsch ist auch mehr Kraft für die Bewegung notwendig. So erhöht sich der Kraftstoffverbrauch, die Höchstgeschwindigkeit kann abnehmen, der Kraftaufwand beim Einparken ohne Servolenkung ist höher.

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Dynamische Unwucht Rad/Reifen

Eine dynamische Unwucht sind ungleiche Massenverteilungen am Rad, welche erst durch Dynamik (Bewegung) auftreten.

Diese Kräfte wirken in verschiedene Richtungen und erzeugen so ein Taumeln des Rades. Eine dynamische Unwucht lässt sich nur mit einer Auswuchtmaschine feststellen, da das Rad dabei dynamisch ausgewuchtet wird. Der Ausgleich erfolgt durch Anbringen von Gewichten an beiden Seiten des Rades. Ein auf einer Auswuchtmaschine gewuchtetes Rad hat keine statische und auch keine dynamische Unwucht mehr.

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Im LEXIKON finden Sie weitere Informationen rund um das Thema Reifen, Räder und Felgen. Weiterhin haben Sie die Möglichkeit, selbst ein Kommentar zu schreiben oder Fragen zu stellen. Das Kfz-Teile-Service Team hilft Ihnen gern weiter.

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