Fülldruck Reifen – Reifenfülldruck

bar-luftdruck-reifen.jpgErst der korrekte Reifenfülldruck verleiht der Karkasse und somit dem gesamten Reifen die notwendige Stabilität und den festen Sitz auf der Felge. Nur mit dem richtigen Reifenfülldruck fährt man sicher und wirtschaftlich.

Folgen von zu geringem Reifenfülldruck

  • der Reifen hat nur noch auf den Reifenschultern Kontakt zur Fahrbahn
  • starke Erwärmung durch erhöhte Walkarbeit und somit Gefahr von Reifenschäden (vom Sägezahn bis zur totalen Zerstörung)
  • erhöhter, ungleichmäßiger Verschleiß im Bereich der Reifenschultern und somit geringere Laufleistung
  • Erhöhung des Kraftstoffverbrauchs durch größeren Rollwiderstand
  • Schlechtere Haftung durch Verkleinerung der Aufstandsfläche, geringere Fahrstabilität und Haftung, dadurch sind nur geringere Kurvengeschwindigkeiten möglich und der Bremsweg verlängert sich

Folgen von zu hohem Reifenfülldruck

  • der Reifen hat nur noch mittig Kontakt zur Fahrbahn
  • Senkung des Dämpfungsvermögens der Reifen und somit höhere Beanspruchung der Stoßdämpfer und Verschlechterung des Komforts
  • Schlechtere Haftung durch Verkleinerung der Aufstandsfläche, somit geringere Fahrstabilität und Haftung, dadurch sind nur geringere Kurvengeschwindigkeiten möglich und der Bremsweg verlängert sich
  • Erhöhter, ungleichmäßiger Verschleiß in der Mitte der Lauffläche und dadurch eine geringere Laufleistung

Reifenfülldruck prüfen

luftdruck-prufen-reifen.jpgAuch der modernste Reifen verliert minimal Luft. Das ist ganz normal. Ein Reifendruckverlust bis zu 0,5 bar ist bei einer Sichtprüfung nicht erkennbar. Es wird empfohlen den Reifenfülldruck regelmäßig mit einem Manometer (Druckmessgerät) zu prüfen.

Hierzu ein paar Hinweise:

  • alle 14 Tage oder vor längeren Fahrten
  • nur bei kaltem Reifen prüfen (maximal nach 3 km Fahrt)
  • Hinweisschilder auf der Innenseite des Tankdeckels, der Innenseite der Fahrertür bzw. in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs beachten
  • Reifenfülldruck gemäß Herstellervorgaben + 0,2 bar auffüllen (Kraftstoff sparen)
  • bei entsprechend hoher Zuladung beachten, wenn kein Reifenfülldruck für erhöhte Beladung angegeben ist, nochmals um ca. 0,2 bar erhöhen
  • Motorradfahrer sollten den Reifenfülldruck auch beim Fahren mit Sozius anpassen
  • bitte das Reserverad nicht vergessen, den Fülldruck beim Ersatzrad um 0,5 bar gegenüber dem Reifenluftdruck des Fahrzeugs erhöhen
  • bei verstärkten Reifen (C-Reifen, Extra Load, Reinforced…) ist zu beachten, dass diese einen deutlich höheren Reifenfülldruck benötigen
  • auch bei Notlaufreifen (Run-Flat-Reifen) den Reifenfülldruck prüfen, da man bei diesen Reifen den fehlenden Fülldruck evt. gar nicht beim Fahren oder einer Sichtprüfung bemerkt
  • Ventilkappen wieder fest aufschrauben, sollten diese fehlen, umgehend Ersatz beschaffen

luftdruckschild-reifen.jpgSollte während der Fahrt ein Reifendruckverlust festgestellt werden, wird dringend empfohlen, die Fahrt nicht fortzusetzen. Dann sollte lieber gleich das Ersatzrad oder entsprechende Pannensysteme genutzt werden. Nach einer Fahrt mit deutlich zu geringem Reifenfülldruck wird geraten, den Reifen stets vom Rad abmontieren zu lassen und von einem Fachmann auch von innen untersuchen zu lassen.


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Schotterreifen

Ein Schotterreifen ist ein spezieller Rennreifen aus dem Rallyesport für sehr steinige Strecken. Die Seitenwand ist verstärkt. Das Profil ist offen und grob um die Steine aufzunehmen und nach hinten wegzuschleudern. Dadurch wird der notwendige Grip und die hohe Traktion erreicht.

schotterreifen-bfgoodrich.jpg

Foto:BFGoodrich

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Off-Road- Reifen – Off Road Bereifung

gelandereifen.jpgOff Road Reifen (Off-road, engl. = Gelände) sind besonders für die hohen Anforderungen an das Fahren im Gelände ausgelegte Reifen für Geländewagen, SUV, Jeeps und Pick-Up´s. Die Eigenschaften für Straße und Gelände sollten jedoch ausgewogen sein. Off Road Reifen besitzen meist ein offenes und grobes Profil sowie die M&S-Kennzeichnung.

Anforderungen an Off Road sind z. B.:



Pflege, Kontrolle, und Wartung von Reifen

Hinweise zur Reifenpflege, Reifenkontrolle, und Reifenwartung:

Für die größtmögliche Laufleistung sollten auch unsere Hinweise zur Reifenposition beachtet werden.

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Reifengröße

Die Reifengröße und die Reifenkennzeichnung sind in den European Tyre and Rim Technical Organisation (ETRTO) Normen festgelegt. Die auf den Reifen angegebenen Größen entsprechen dem mit Luftdruck befülltem, aber unbelasteten Reifen. Das bedeutet, die Werte weichen beim belasteten Reifen ab und müssen in einer Normtabelle abgelesen werden.

Ein Beispiel:

195/65 R 15 91 T bedeutet:

Fehlt die Angabe der Reifenhöhe ist das Verhältnis immer 80%.
Bsp.: 155 R 15 81 Q – keine Angabe zur Höhe – also 80%.

Die Reifengröße kann auch in Zoll angegeben sein.

Uniroyal Reifenabmessungen Reifenkennzeichnung

Klicken um die Grafik zu vergrößern.

Quelle: Uniroyal

 



Spot – Flatspot – Flat Spot – Profil Abflachung Reifen

Flatspot/ Spot: Allgemein werden Abflachungen des Profils als Spot bezeichnet. Ein Spot (Flatspot) ist eine Abflachung auf der Reifen-Lauffläche, die z.B. entsteht, wenn ein sehr warmgefahrener Reifen wieder steht und auf der kalten Standfläche abkühlt (Flatspot, engl. = “Flache Stelle”).

Ein Spot (Flatspot) führt zum “schlagen” des Reifens. Das Gegenteil vom Spot bzw. Flatspot ist der Höhenschlag.

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LT-Reifen – Light Truck Reifen – Transporterreifen

Ein LT Reifen ist ein verstärkter Reifen für leichte LKW (LLKW) wie z.B. Transporter (LT – Ligth Truck, engl = Leichter Lastkraftwagen (Transporter)).

LT – Reifen sind gleichbedeutend mit C-Reifenverstärkte Reifen mit mehrlagigem Unterbau (Karkasse) für leichte LKW – also Nutzfahrzeugreifen. LT-Reifen werden mit verschiedenen Tragfähigkeitsklassen hergestellt. Bei LT-Reifen werden diese unterteilt nach der „Load Range“ mit den Bereichen von A bis E.

Insbesondere bei der Nutzung verstärkter Reifen ist der empfohlene Reifenluftdruck des Reifenherstellers – unter Berücksichtigung der Verstärkungsstufen – zu beachten!

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Walkarbeit Reifen – walken

Walkarbeit/ walken: Der Reifen formt sich im Betrieb seine Aufstandsfläche aus. Dabei verformt er sich der Reifen in der Walkzone – er walkt. Durch die Walkarbeit entsteht Temperatur. Ist z.B. der Reifenluftdruck zu gering, führt dass zu erhöhter Walkarbeit. Der Rollwiderstand und somit der Kraftstoffverbrauch steigt. Die entstehenden hohen Temperaturen können den Reifen zerstören.

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